Bereits mit der Hochzeitseinladung stimmt ihr eure Gäste auf das Fest ein. Achtet daher besonders darauf, dass bereits die Einladung zu euch und zum Stil der geplanten Feier passt. Und jetzt bloß nicht den roten Faden verlieren – schaut, dass der Stil sich durch die weitere Papeterie durchzieht.

Aber welche Drucksorten gibt es und was muss in der Einladung stehen? 

Was wäre eine Hochzeit ohne Familie und Freunde? Denn neben dem Brautpaar sind sie die Wichtigsten, mit denen man seinen schönsten Tag teilen möchte. Und wie kann man schöner einladen als mit einer stilvollen und individuellen Papeterie.

Die erste Frage, die ihr euch vorher stellen müsst, ist, welche Drucksorten soll es überhaupt geben und was ist alles relevant für euch. Wir haben eine kleine Liste zusammengestellt, um euch zu zeigen, was alles möglich ist, und sie mit ein paar Tipps und Beispielen ergänzt, um euch ein wenig unter die Arme zu greifen und euch Inspiration zu liefern.

SAVE-THE-DATE-KARTE
Ca. 10 Monate vor der Hochzeit:

Save-the-Date-Karten sind mittlerweile kaum noch wegzudenken. Sie bieten den Vorteil, dass man noch nicht alle Daten und Fakten parat haben muss, wie bei einer Einladung.

Bei den Karten ist es sehr wichtig, sie recht früh zu verschicken, damit sich eure Gäste den Termin vorreservieren können – speziell dann, wenn man Freunde und Familie aus dem Ausland einladen möchte oder wenn die Hochzeit an Fenstertagen oder in der Urlaubszeit stattfindet. Aber auch bei Familien mit Kindern ist es optimal, da sie so frühzeitig planen können.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Save-the-Date-Karte zu schicken: digital – per Mail oder über einen Messengerdienst – oder klassisch per Post.

Bei der Save-the-Date-Karte kann man schon einmal das fertige Design zeigen – wie z.B. Schrift, Farben, Designelemente usw. Sehr beliebt sind auch Bilder, die extra im Rahmen eines kleinen „Save-the-Date-Shootings“ gemacht werden.

Was sollte alles auf einer Save-the-Date-Karte stehen?

Die Save-the-Date-Karten beinhalten meistens nur „Hard Facts“ zu eurer bevorstehenden Hochzeit:

    • Wann ihr heiratet – eventuell sogar schon mit Uhrzeit.
    • Wo ihr heiratet – wenn es schon fix ist, dann Ort der Trauung/Feier.
    • Information wie „Save our Date!“ oder „Wir heiraten.“ 
    • Eventuell auch noch „warum“ ihr heiratet – vielleicht mittels eines netten Spruchs oder eines Statements zu eurer Liebe.
    • Alle weiteren Infos folgen dann später mit der offiziellen Hochzeitseinladung. 

Hier ein paar Beispiele, wie eine gedruckte Save-the-Date-Karte aussehen kann.

EINLADUNGEN
Ca. 5 Monate vor der Hochzeit:

Sobald ihr alles fixiert habt, geht es zum eindeutig wichtigsten Teil der Papeterie: der Einladung. Einladungen sind wie die Visitenkarte von euch als Brautpaar, denn so vermittelt ihr euren Gästen schon einen ersten Eindruck, was ihnen alles Großartiges bevorsteht bzw. könnt ihr schon zeigen, welchen Stil ihr für eure Hochzeit gewählt habt, der euch und eure Hochzeit einzigartig machen wird. Von der Art des Papiers über die Art der Schrift bis hin zu den verschiedensten Druck- und Veredelungsmöglichkeiten – hier könnt ihr euch so richtig verwirklichen.

Mit der Einladung könnt ihr eure Gäste über alle wichtigen Details zu eurer Hochzeit informieren: von Uhrzeiten, Orten, Ablauf bis hin zu Dresscode und Übernachtungsmöglichkeiten. Außerdem ist sie ein sehr beliebtes Erinnerungsstück, das sich viele aufheben.

Welche Infos sollten in einer Einladung nicht fehlen:

    • WER heiratet – kein Spaß, manche Brautpaare vergessen, ihren eigenen Namen hineinzuschreiben – wäre aber schon von Vorteil. 
    • WARUM wird gefeiert – also der Anlass.
    • WANN & WO ihr heiratet – Ort, Datum und Uhrzeit eurer (standesamtlichen/kirchlichen oder freien) Trauung und Feier.
    • WELCHER Gast wird wozu eingeladen. Das ist wichtig, wenn z.B. das Standesamt nur im kleinen Rahmen sein soll oder es Gäste gibt, die zwar bei der kirchlichen Trauung dabei sind, aber nicht bei der Feier.
    • ANTWORTMÖGLICHKEIT: Ganz wichtig – entweder als Antwortkarte gestalten oder mit der Info versehen, wo Gäste zu- und absagen können, denn das braucht ihr für eure weitere Planung. Man kann Antwortkarten auch dazu nützen, eure Gäste nach speziellen Essenswünschen wie vegan, vegetarisch oder nach Allergien zu fragen. Sehr beliebt sind auch Musikwünsche – dann hat keiner mehr eine Ausrede, nicht zu tanzen.
    • DRESSCODE: Wichtig, wenn ihr ein spezielles Motto habt oder ihr euch einen bestimmten Kleidungsstil wünscht oder nicht wünscht, z.B. heiraten in Tracht oder sommerlich-elegant.
    • ANFAHRTSPLAN: Sehr nützlich, speziell wenn viele nicht-ortskundige Gäste eingeladen sind.
    • HOTELS & FAHRTENDIENST: EIne Liste der Übernachtungsmöglichkeiten und eventuell ein Fahrtendienst, damit eure Gäste ohne Bedenken feiern können.
    • GESCHENKE: Ein wichtiger Punkt, vor allem wenn man bereits einen kompletten Haushalt hat … damit man nicht „5 Toaster“ bekommt. Meistens in einem netten Spruch verpackt.
    • KONTAKTE: Sowohl die Kontakte von euch als auch die von Trauzeugen oder Weddingplaner sind wichtig. Gebt an, wen eure Gäste kontaktieren können, wenn sie z.B. Ideen für Spiele usw. haben, auch um unerwünschte/peinliche Überraschungen zu vermeiden.
    • ABLAUFPLAN: Ein grober Ablaufplan ist sehr gerne gesehen, da eure Gäste dann wissen, worauf sie sich freuen können.

 Ein kleiner Tipp: Bestellt euch immer 2-3 Einladungen mehr als benötigt – dann seid ihr auf der sicheren Seite, falls ihr jemanden auf eurer Liste vergessen habt. 

KIRCHENHEFT
Für den Ablauf der Kirche am Tag der Hochzeit:

Wenn ihr euch kirchlich traut, ist es sehr hilfreich, wenn eure Gäste mit einem Kirchenheft über den Ablauf der Trauung Bescheid wissen. So erhalten eure Gäste schon vorab ein Gefühl dafür, wie lange die ganze Zeremonie dauert. Im Kirchenheft ist der gesamte Ablauf der kirchlichen Trauung festgehalten. Je nach Wunsch könnt ihr euch auch überlegen, ob ihr eure Gäste singen lassen möchtet und die Texte der Lieder ins Heft hineinschreibt. Das Kirchenheft wird gerne in den Sitzreihen aufgelegt – man rechnet durchschnittlich ein Heft für zwei Personen.

TISCHNUMMERN, NAMENSKÄRTCHEN & SITZPLAN
Wo sitzt wer?

Solltet ihr keine freie Sitzplatzwahl haben, dann empfehlen wir euch, eine genau Sitzordnung zu überlegen. So gebt ihr euren Hochzeitsgästen eine hilfreiche Orientierung, wo sie sitzen. Die Namenskärtchen kann man auch – anstatt der typischen Karten – ganz individuell gestalten: zum Beispiel mit einem Foto der Gäste, einer persönlichen Menükarte, kalligrafierte Achatscheiben oder als Teil der Gastgeschenke. Auch bei den Tischnummern/-namen, die man sehr geschickt in die Tischdeko integrieren kann, und bei dem großen, aufgestellten Sitzplan sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – von Städtenamen bis hin zu lustigen Eigenschaften ist alles möglich. 

MENÜKARTEN
Was erwartet eure Gäste bei der Tafel?

Buffet oder „à la carte“? Was gibt es zu trinken? Wichtige Fragen, die ihr euren Gästen mit Hilfe der Menükarte beantworten könnt. Bei der Gestaltung ist auch hier viel möglich – als Namenskärtchen, schön drapiert auf dem Teller, als Etikett auf einer Weinflasche usw. Ihr könnt die Menükarten auch nutzen, um euch oder eure Gäste zusätzlich mit witzigen Fakten näher vorzustellen oder kleine Rätsel und andere Spielereien (kreative Aufgaben in einem Fotospiel für Gäste) einzubauen. So regt ihr zusätzlich zu Tischgesprächen an, was vor allem dann ein Vorteil ist, wenn sich einige der Gäste am Tisch nicht (gut) kennen. 

 

DANKESKARTEN
Ca. 1,5 Monate nach der Hochzeit:

Leider geht auch der schönste Tag einmal vorbei und da solltet ihr unbedingt daran denken, euren Gästen Danke zu sagen und ihnen auch gleichzeitig eine schöne Erinnerung zukommen zu lassen. Klassisch schickt man mit der Dankeskarte ein Hochzeitsfoto mit und schreibt ein paar persönliche Zeilen dazu – alles natürlich im passenden Design zu der restlichen Papeterie, um den roten Faden beizubehalten.

 

 

Foto Dankeskarte Mörbisch: Marie Bleyer |  Foto Tischnummer Steiermark: Barbara Pölzgutter | Foto & Kalligrafie Achatscheiben: Barbara von Bloom Wedding